Wie geht's, Nils & Robin? - Folge 20

Shownotes

In dieser besonderen Folge schauen Robin und Nils mit viel Offenheit – aber auch Zuversicht – auf ein intensives Jahr zurück. Sie sprechen über familiäre Verluste, sportliche Tiefs und Überforderung, aber auch darüber, was ihnen Halt gibt: Nähe, Freundschaft, gute Gespräche und kleine Fortschritte im Alltag. Dazu teilen sie ihre schönsten Podcastmomente und warum Dankbarkeit am Ende doch überwiegt.

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Robin und Nils sind keine Therapeuten. Wenn es euch schlecht geht, vertraut euch eurem Umfeld an. Und bei Verdacht auf eine Depression, Burnout oder andere Erkrankungen sucht umgehend eure/n Hausärzt/in auf – oder Psychiater/innen oder psychologischer Psychotherapeut/innen.

Bei einer akuten Krise erhaltet ihr auch bei der nächsten psychiatrischen Klinik oder vom Notarzt jederzeit Hilfe unter 112. Die Telefonseelsorge erreicht ihr rund um die Uhr kostenfrei unter den Nummern 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222. Informationen und Hilfe rund um das Thema Depression sowie Angststörungen findet ihr unter https://www.deutsche-depressionshilfe.de bzw. https://www.angstselbsthilfe.de/

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Folge "Wie geht's? mit Robin Gosens" jetzt auf:

Aufnahmedatum: 10.11.2025

Transkript anzeigen

00:00:01: Und da war eben dieses Hauptthema, dass wir beide das Gefühl hatten und auch immer noch haben.

00:00:06: Ich glaube, da sind wir sehr ähnlich, dass wir immer überall zu hundert Prozent da sein wollen und dass wir alles immer erleben wollen und alles mitnehmen wollen, was nie möglich ist und immer mit einem schlechten Gewissen verbunden ist.

00:00:18: Und da meinte er ja damals, Leute, wir kennen uns nicht gut, aber ich habe das Gefühl, ihr gebt euer Bestes und mehr geht nicht.

00:00:25: Das Einzige, was ihr mehr machen könnt, ist, wertschätzt das, was ihr habt und vermisst nicht das, was ihr nicht habt.

00:00:31: Als direkte Zuschriften zu den Folgen und zu den Personen reingeflattert sind und man so das Gefühl bekommen hat, das was wir hier machen, das ist genau richtig und das fühlt sich so gut an.

00:00:41: Das hat mir irgendwie die Welt bedeutet.

00:00:55: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:57: Wie geht's?

00:00:58: Es ist Anfang November.

00:00:59: Es ist weihnachtlich dunkel, kann man schon sagen.

00:01:02: Es ist aber zumindest hier in Deutschland.

00:01:04: Bisschen diesig, bisschen nass kalt.

00:01:06: Ich hoffe, das Wetter in Florenz drüben ist besser, Robin.

00:01:08: Aber bevor wir über das Wetter sprechen, wie immer an dich die Frage.

00:01:11: Wie geht's?

00:01:12: Nils, grüß dich herzlich.

00:01:13: Ja, bei uns ist es auch dunkel.

00:01:15: Die letzte Frage ist ein bisschen einfacher zu beantworten als deine erste.

00:01:18: Deswegen... Tagsüber noch wunderschön tatsächlich.

00:01:21: Wir haben noch achtzehn bis zwanzig Grad hier in Florenz mit Sonne.

00:01:24: Ich will nicht neidisch machen, aber das ist gerade so ein bisschen erstand der Dinger.

00:01:28: Und ja, wie geht's mir?

00:01:30: Ich würde sagen, sehr, sehr viel los gerade.

00:01:32: Auf sportlicher Ebene läuft es gerade absolut gar nicht.

00:01:35: Wir sind letzter einfach.

00:01:36: Eine Geschichte, die ich mir so, glaube ich, niemals hätte ausmalen können.

00:01:41: Vor allem nicht nachdem wir so gut eingekauft haben im Sommer.

00:01:45: Aber ja, so ist das manchmal im Fußball.

00:01:47: Deswegen ist es sportlich.

00:01:49: Es brodelt richtig, sag ich mal so, und auch privat relativ viel los.

00:01:53: Wir haben das ja auch schon mal in der Folge mit Laura so ein bisschen angesprochen, da war es relativ frisch.

00:01:58: Da war es dann der Opa, der leider von uns gegangen ist.

00:02:00: In der Zwischenzeit ist dann sogar leider noch meine Oma von uns gegangen.

00:02:04: Das heißt also, ich habe in relativ kurzer Zeit zwei sehr, sehr wichtige Menschen in meinem Leben verloren und ich bin gerade so ein bisschen auf der Suche danach.

00:02:12: Ja, wie ich das irgendwie so verarbeitet bekomme, die eine Strategie und das ist gerade eigentlich auch die einzige, die ich habe, ist so ein bisschen das in so ein Hintertürchen in meinem Kopf zu verschwinden zu lassen.

00:02:22: Weiß nicht, ob das das auf Dauer richtig helfen wird, aber ja, es ist schon einfach richtig viel los, was auch belastet und was man auch nicht ganz so leicht irgendwie aufarbeiten kann, vor allem, ja, wenn es um liebe Menschen geht, die einem sehr viel bedeutet haben im Leben.

00:02:37: Ja, das kann ich mir sehr, sehr gut vorstellen, vor allen Dingen.

00:02:40: mit der Entfernung, die damit verbunden ist.

00:02:42: Also ich weiß, dass noch als mein Opa gestorben ist, da habe ich es noch nicht mal zur Beerdigung geschafft.

00:02:48: Und da habe ich aber vor allen Dingen da auch erst gemerkt, wie wenig ich in den letzten Jahren da war, wie wenig ich ihn gesehen habe in dieser Zeit.

00:02:55: Und ja, selbst dann bei der Beerdigung einfach aus der Ferne irgendwie ja versucht habe irgendwie zu trauern, aber nicht wirklich da daran gekommen bin.

00:03:04: Also so wie es eben geografisch weit weg war, was auch ... Emotional weit weg.

00:03:09: Und das kam dann wirklich erst so richtig, als ich dann eben wieder in Hamburg war, wieder die Familie gesehen habe.

00:03:15: Und ich meine, bei Laura hast du es auch gesagt.

00:03:18: Ich weiß, du warst bei der Beerdigung deines Opas, warst du da.

00:03:21: Aber jetzt, ja, also dann kam ja wirklich direkt der nächste Schicksalsschlag hinterher.

00:03:26: Ja, total und ja bei Opa gab's zumindest dann diesen Moment, du hast es angesprochen mit der Beerdigung, wo ich dann zumindest mal richtig hart damit konfrontiert wurde, dass dieser Mensch nicht mehr da ist, aber auch da bin ich ja dann quasi am nächsten Tag direkt wieder zurückgeflogen in den Alltag hier in Italien.

00:03:41: und diese geografische Distanz, die geht wie du sagst einfach auch mit einer emotionalen Distanz einher, weil man halt... diesen Alltag mit ihm nicht mehr so richtig erlebt.

00:03:50: Es sind so die kleinsten Dinge, normalerweise rufst du ihn an, wenn das Essen fertig ist, er wohnt im selben Dorf und kommt dann vorbei und ist dann mit dir und man kann einfach so ein bisschen Quatsch machen.

00:04:01: Ja, ich glaube, das kickt dann erst so richtig, wenn ich vielleicht im Sommer wieder über eine längere Zeit da bin und ja dann erstmal so richtig merke, ey, ich kann den gar nicht mehr anrufen, ich kann ihm gar keine SMS mehr schreiben, der wird nicht kommen, weil der nicht mehr da ist.

00:04:13: Bei der Oma ist es irgendwie noch ein bisschen krasser, weil als die Beerdigung von Oma war, da hatten wir ein Spiel gegen Inter.

00:04:19: Das bedeutet also, ich war bei der Beerdigung nicht da und unser Producer Julian hat mich dann quasi vor der Beerdigung angerufen, der ist auch angereist und dann habe ich einfach diese Beerdigung über Facetime mitbekommen und lag bei mir im Hotelzimmer und habe mich gleichzeitig auf das Inter-Spiel vorbereitet und das war so eine surreale Situation auf der einen Seite.

00:04:38: Ja, musst du jetzt trauern, aber irgendwie habe ich es gar nicht so richtig in diesen Trauermodus geschafft, weil ich auch irgendwie voll weit weg war.

00:04:45: Gleichzeitig war das so endgültig dann, weil ab dem Moment, ja, haben wir dann Oma eben auch gehen lassen so, offiziell.

00:04:52: Und abends musste ich dann einfach um zwanzig, um fünf, vierzig gegen Inter auf der Mathe stehen und irgendwie performen.

00:04:58: Und dieses Zusammenspiel, das kriegst du im Kopf irgendwie nicht so verpackt und... Deswegen ist es nach wie vor auch echt noch total schwierig und immer wieder präsent in so Momenten, weißt du, was ich mein?

00:05:10: Ja, total.

00:05:11: Also gerade, boah, die Situation, wie du sie gerade beschreibst, ich glaube, das kann ich so sagen, die ist ja in dem Moment für einen selber, die ist einfach unwürdig, da auf dem Bett zu liegen.

00:05:20: Klar ist es die beste Möglichkeit, die es gerade gibt, aber gleichzeitig ist es einfach eine wahnsinnig beschissene Möglichkeit, Abschied zu nehmen.

00:05:29: Voll.

00:05:31: Boah, ich weiß noch, ich eben... als mein Opa damals gegangen ist.

00:05:35: Und meiner Oma geht es gerade auch nicht gut.

00:05:37: Da geht es in eine ähnliche Richtung.

00:05:39: Und in beiden Fällen merkte bzw.

00:05:41: merke ich, dass ich bei mir selbst auch ganz, ganz viel hinterfrage.

00:05:46: Nämlich eben genau das, so wie viel kann die Arbeit, kann die Distanz eben in meinem Leben einnehmen.

00:05:55: Was verliere ich eigentlich dadurch?

00:05:57: Was setzt sich dafür aus Spiel?

00:06:01: Ja, es ist unglaublich schwierig.

00:06:04: Auf der einen Seite lag ich ja auch da im Hotel und ich dachte mir, ja, ich will eigentlich gar nicht an dieser Zeremonie jetzt teilnehmen, weil es fühlt sich überhaupt nicht richtig an, wie du schon sagst, irgendwie auf eine gewisse Art und Weise auch unwürdig.

00:06:14: Ich werde in dem Moment auch gar nicht in meiner Oma und diesem tollen Menschen gerecht.

00:06:18: Auf der anderen Seite will ich halt oder wollte ich in dem Moment halt auch nicht, dass ich nicht daran teilnehme, weil ich halt auch irgendwie Angst hatte, dass wenn ich da jetzt nicht da bin.

00:06:27: Und irgendwann mal später in der Zukunft, mein Dad so davon redet, die Zeremonie war total schön.

00:06:32: Und wir haben das vor allem noch auf die beste Art und Weise gelöst, dass ich dann gar keine Bilder dazu im Kopf habe und dass ich dann gar nicht weiß, wovon er überhaupt spricht.

00:06:40: Und deswegen glaube ich schon, dass ich mich richtig entschieden habe dabei zu sein.

00:06:44: Und zeitgleich war es total unbefriedigend und diesen Punkt, den du ansprichst mit.

00:06:48: Wie macht man das?

00:06:49: Wie wird man allen Parteien irgendwie gerecht?

00:06:51: Es ist halt so ein zentraler Punkt, den ich immer wieder hinter frage.

00:06:55: Das zieht sich ja bis dahin, okay, wir wohnen jetzt in Italien, wo geht es nach der Karriere dann mal hin?

00:07:00: Man fühlt sich hier wohl, man will aber auch irgendwie zurück nach Deutschland, weil man den Kindern halt auch so viel Zeit wie möglich mit Oma und Opa geben möchte, weil ich selber erfahren habe, wie wichtig Oma und Opa in meinem Leben und in meiner Entwicklung so waren.

00:07:13: Und das sind halt so elementare Fragen.

00:07:15: Und das Schlimme, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber das Schlimme bei mir ist, dass ich einfach keine Antworten finde.

00:07:21: Und ich hasse es, wenn ich einfach diese Fragen, die ich in meinem Kopf habe, nicht beantwortet bekomme und sie auch gar nicht so richtig ordnen kann.

00:07:29: Weißt du, was ich meine?

00:07:30: Ja,

00:07:30: ja, total.

00:07:31: Also... Ich meine, bei euch ist es so, du bist in Florenz, du spielst da aktuell und damit ist klar, da müsst ihr sein und danach müsst ihr euch neu orientieren.

00:07:38: Bei mir ist die Situation so, ich lebe hier in Leipzig und meine Familie, meine Frau, mein Sohn, meine Tochter, die sind hier absolut verwurzelt.

00:07:46: Die gehen hier zur Schule beziehungsweise in den Kindergarten, die haben hier ihre Freunde und Freundinnen, die haben hier ihre Sportvereine.

00:07:53: Und ich bin natürlich auch hier verwurzelt.

00:07:55: Und ich glaube, das ist auch so ein Thema in meinem Kopf.

00:08:00: unbedingt zurück in die Heimat, aber ich frag mich manchmal, ob das nicht A total verklärt ist.

00:08:06: Dieses Bild von der Heimat, wenn ich da hinkomme, dann ist alles gut und dann habe ich keine Sorgen mehr und dann ist Mama da und ist Papa da und dann kümmern die sich um mich, blöd gesagt jetzt, als sechsunddreißigjähriger Mann.

00:08:16: Ich glaube nämlich, es ist nicht nur das, ich sehe mich zurück noch der Heimat, sondern zurück auch wirklich... an diese Jugendzeit.

00:08:23: Ich bin ja mit achtzehn weggezogen, so wirklich zurück in dieses Ey, alles ist leicht, ich mache einfach mein Ding und ich radel zum Training, treff danach noch Freunde und mache mir eine gute Zeit.

00:08:34: Ich glaube, da muss ich manchmal mir immer wieder sagen, hey, also das, was ich damals hatte, selbst wenn ich zurückgehen würde, das wird so nicht mehr geben.

00:08:41: Ich kann das zu hundert Prozent nachvollziehen, weil genau so geht es mir auch.

00:08:44: Ich habe halt auch diese Erwartungshaltung an die Tatsache, ich gehe zurück und dann ist alles einfach noch genauso, wie es in meiner Jugend war.

00:08:50: Und ich glaube, das ist einfach eine riesengroße Illusion.

00:08:53: Weil wir haben uns weiterentwickelt, die Welt generell, aber auch das Dorf beziehungsweise der Heimatort hat sich einfach weiterentwickelt und verändert.

00:09:00: Und deswegen glaube ich, muss man da schon einfach relativ rational dran gehen, wenn gleich die Erfahrung und die Emotionen an diesen Ort natürlich immer hoch und total intensiv bleiben werden.

00:09:11: Bei mir ist es immer so... Und das bringt ja auch so ein bisschen meinen Job mit diese Schwierigkeit.

00:09:15: Und damit setze ich mich auch sehr viel auseinander und rede auch viel mit Mannschaftskollegen darüber.

00:09:19: Bei uns ist ja so, du kannst innerhalb von sechs Monaten, innerhalb von einem Jahr kannst du an unterschiedlichen Orten sein, auch wenn du jetzt ein drei Jahresvertrag hast.

00:09:26: Sei mal ganz ehrlich, das bedeutet dir in unserem Geschäft leider in Anführungszeichen gar nichts mehr.

00:09:31: Du hast ja keine Planungssicherheit, du weißt ja gar nicht, wo es dich so hintreibt.

00:09:34: Und das geht ja automatisch zumindest dann, wenn du Kids hast, damit einher, dass du die Kinder und die Familie immer wieder aus einem geschaffenen Umfeld rausreißen muss.

00:09:43: Und dafür habe ich irgendwie so großen Respekt jetzt als Familienvater, weil ich glaube diese Beständigkeit und diese Kontinuität und dieses soziale Umfeld, was man sich einmal kreiert, gerade für Kinder halt eine unfassbare Bedeutung hat.

00:09:56: Das ist mittlerweile ein riesengroßes Thema in meinem Kopf, ob man sich überhaupt noch mal verändert sportlich, weil es können ja viele Faktoren nicht passen, weswegen man aus egoistischer Sicht, so wie du das auch gerade beschrieben hast, sich eigentlich dafür entscheiden würde, ja okay, ich muss noch mal was machen, aber ist das auch dann parallel dazu das Beste für die Familie?

00:10:12: So diese Frage stellt man sich halt immer.

00:10:13: Ja,

00:10:14: ich glaube genau das, was du beschreibst, da kenne ich zwei Freunde, die quasi diesen Step schon hinter sich haben und bei dem einen ist es... Es ist sehr gut gelaufen bei dem anderen nicht so gut.

00:10:22: Der eine ist Terence Boyd, ein ganz alter Jugendfreund von mir, mit dem ich selber früher in Bremen noch gekickt habe, den ich dann in Leipzig wieder getroffen habe.

00:10:28: Und der damals zu Kaiserslautern gewechselt ist in die dritte Liga und gesagt hat, meine Frau kommt aus der Region, eine meiner Töchter ist jetzt fünf Jahre alt, wir ziehen dahin und wir bleiben da.

00:10:39: Das wird die letzte Station sein.

00:10:41: Und dann hatte tatsächlich Lauter in die zweite Liga geschossen, hatte auch noch ein gutes Jahr gehabt, aber dann hat der Verein eben gesagt, ja, so wird das erst mal nichts mehr.

00:10:50: Und er hat dann aber für sich entschieden, okay, ich will unbedingt in der Region bleiben.

00:10:53: Er spielt mittlerweile jetzt, es gab im Grunde nur noch Sandhausen und Mannheim, spielt jetzt bei Mannheim beim Erzriwalen von Kaiserslautern, weil er einfach für sich gesagt hat, die Familie geht vor und dann weiß ich halt in den sauren Apfel, aber ich bin so häufig umgezogen, ich will das nicht für meine Kinder.

00:11:10: Völlig verständlich.

00:11:11: Und der andere Spieler ist Marcel Heizenberg, der ja im Grunde auch ein bisschen mit Schuld daran ist, dass wir diesen Podcast machen, der nach dem Verlust... seiner Eltern entschieden hat.

00:11:21: Er will nicht so viel weg sein, wie seine Eltern damals waren für ihn und er will mehr Zeit mit seiner Tochter verbringen und er will mehr Zeit in seine Heimat und bei der Familie verbringen und aus der Champions League in die zweite Liga nach Hannover gewechselt ist, da jetzt noch, was hat er gespielt, zwei Jahre zwei Saison, glaube ich, gespielt hat und jetzt eben komplett aufgehört hat, weil er gesagt hat, ich habe alles gesehen, ich habe alles, was ich brauche und für mich ist jetzt einfach Feierabend.

00:11:48: Und das ist tatsächlich auch so ein Wechsel, der bei mir stattgefunden hat, wo wir eben da waren, dass wir unsere Kindheit nicht zurückkriegen.

00:11:57: Dass ich jetzt sage, okay, ich krieg meine Kindheit nicht mehr zurück, aber ich will, dass meine Kinder genau so eine Kindheit haben.

00:12:04: Und vielleicht ist es banal, aber bisher war es immer so, dass wir zu Weihnachten nach Hause gefahren sind und versucht haben, alle möglichen Leute zu sehen.

00:12:11: Und wir haben jetzt dieses Jahr zum ersten Mal entschieden, nee.

00:12:14: Wir feiern in Leipzig, weil wir als Familie unsere eigene Tradition haben wollen.

00:12:20: Und ich bin jetzt der Erwachsene, ich bin der Vater, der meinen Kindern ein schönes Weihnachten macht und nicht das Kind, das zu Weihnachten seine Eltern sehen will.

00:12:28: Voll, ja.

00:12:31: Ich finde das irgendwie, auf der einen Seite ist es vollkommen richtig so und auf der anderen Seite bin ich halt irgendwie auch noch Kind so.

00:12:38: Es klingt total blöd irgendwie, aber ich will mir auch dieses Kind in mir total bewahren.

00:12:44: Manchmal muss man sich aber daran erinnern, dass man dieses Kind nicht mehr ist bzw.

00:12:48: nicht immer ist, sondern auf der anderen Seite auch Familienvater ist, der jetzt wieder eigene Kinder hat und denen vielleicht etwas anderes wichtig ist oder die was anderes brauchen als dieses eigene Kind.

00:12:57: Und ich glaube, das trifft ja irgendwo auch auf jeden Menschen zu, der dann irgendwie auch mal Vater bzw.

00:13:03: Mutter wird und eben eine andere Verantwortung hat.

00:13:06: Aber ja, das ist ja auch das Spannende irgendwie am Leben.

00:13:10: Ja, ich hatte neulich so eine Situation mit meinen Kindern, mit meinem Sohn und meiner Tochter, wo wir im Bett lagen und meine Tochter wollte kuscheln und mein Sohn wollte kämpfen.

00:13:19: Und dann habe ich mit dem rechten Arm, habe ich meine Tochter gehabt und habe sie bekuschelt.

00:13:24: und mit links habe ich im Grunde die ganze Zeit meinen Sohn abgewährt und

00:13:28: so weggedrückt

00:13:29: und versucht auf der rechten Seite so kuschelig wie möglich zu sein und links einfach so eine harte Wand.

00:13:34: Und dann habe ich gedacht, dass es, ehrlich gesagt, gerade mit einem, was auch in der Welt bloß ist und mit den Schlagzeilen, die immer wieder kommen.

00:13:40: Ich mache mir im Moment so viel Sorgen.

00:13:42: Und ich hatte das Gefühl, so ist das gerade.

00:13:44: Ich versuche auf der einen Seite, versuche, ein weicher, warmer Familienvater in einer schönen Welt zu sein.

00:13:50: Und auf der anderen Seite versuche ich mit aller Kraft, all die Sorgen, die von links und rechts einprasseln, irgendwie wegzuhalten.

00:13:57: kann ich ganz genau so unterschreiben.

00:13:59: Bei meinen Jungs ist es zwar ein bisschen anders, da ist dann quasi nur diese, was ist es dann bei dir gewesen, die linke Seite, die die ganze Zeit gekäppelt hat, weil ich habe zwei Jungs, die die ganze Zeit nur durchdrehen.

00:14:09: Aber ich weiß genau, was du meinst.

00:14:11: Ja, dieser Struggle, der wird uns wohl noch ein bisschen begleiten, wenn man das so verfolgt, was da draußen gerade so los ist, leider Gottes.

00:14:17: Ja, absolut.

00:14:19: Was du eben noch gesagt hast, wo ich noch mal einhaken wollte, das hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass die Beerdigung deiner Oma an dem Tag war, als du gegen Inter gespielt hast.

00:14:27: Und wenn ich mich richtig erinnere, war das auch das Spiel, wo du dich dann verletzt hast, oder?

00:14:32: Ich habe mir da auch schon den Kopf drüber zerbrochen, ob es dann Zusammenhang gibt.

00:14:36: Das wird die Wissenschaft wahrscheinlich ja nie herausfinden können, aber es wäre natürlich schon echt ein krasser Zufall gewesen.

00:14:42: Also ich glaube nicht, dass es jetzt nur an diesem eigenen Ereignis liegt mit der Beerdigung, die ich quasi aus dem Hotelzimmer verfolgt habe.

00:14:48: Ich glaube schon, dass es so ein bisschen multifaktoriell ist.

00:14:51: Ich habe ja gerade schon gesagt, dass einfach viel los ist bei mir im Kopf durch die sportliche Situation, aber auch durch die Verluste, die... ... die es in meiner Familie gab, ... ... einfach viel Negativität ... ... und ich bin schon der Überzeugung, ... ... dass sich das dann vielleicht auch ... ... auf den Körper dann auswirkt ... ... und bestimmten Teil dazu beigetragen hat, ... ... dass es dann einmal ... ... Rums gemacht hat in dem Spiel.

00:15:11: Ja, ich meine, also ist ja nicht das erste Mal.

00:15:13: Ich meine, als dein Sohn geboren ist, ... ... kurz danach hast du dich dann auch ... ... sogar ziemlich schwer verletzt.

00:15:18: Ich meine, das war dann ... ... ein positives Ereignis, was in deinem Leben war.

00:15:21: Aber ich meine, das Thema ... ... hatten wir ja schon häufiger.

00:15:23: Wenn du im Kopf verspannt bist, ... ... dann verspannt sich der Körper mit und dann ... passieren manchmal einfach diese Dinge.

00:15:29: Ja, voll.

00:15:30: Ich bin da auch sehr überzeugt von, nur manchmal kannst du das halt auch nicht unbedingt immer steuern.

00:15:35: Auf der einen Seite wird halt von dir einfach erwartet, dass du performst, ist dein Job und du liebst auch was du tust, aber auf der anderen Seite kannst du nicht immer alles beiseite schieben und dafür sorgen, dass du dann für den Moment einfach bei dir selbst bist und alles andere vergisst.

00:15:48: Das ist so, das wird nicht nur mir so gehen, das wird auch anderen so gehen, aber ich bin schon davon überzeugt, dass diese ganzen Einflüsse von außen, wenn sie vor allem negativ geprägt sind, dass die einen Einfluss haben auf deine Performance.

00:15:59: Das muss sich dann nicht immer in der Verletzung äußern, aber sicherlich auf die Leistung im Spiel.

00:16:05: Und damit sind wir dann natürlich auch schon so ein bisschen bei dem, was wir heute auch machen wollen, nämlich einen Rückblick auf die letzten Folgen, die wir gemeinsam gemacht haben oder alle Folgen, die wir bisher gemacht haben.

00:16:15: Unser erstes Treffen, um diesen Podcast vorzubereiten, hatten wir ziemlich genau vor einem Jahr Anfang November in Florenz.

00:16:22: Ich weiß noch, wie ich mir auf der Rückreise ... Rosmarin und Lorbeerblätter aus deinem Garten, aus dem Garten deines Anwesens mitgenommen haben.

00:16:31: Es waren die besten Lorbeerblätter, die ich in meinem Leben je in eine Suppe gau.

00:16:34: Das war natürlich schön, weil einfach Zeit zusammen zu verbringen, dieses Format vorbereiten, Vorfreude haben.

00:16:41: Und das natürlich auch in dieser wunderschönen Landschaft bei dir.

00:16:43: Aber ich war gerade viel mehr gerade bei diesen negativen Einflüssen.

00:16:46: Und da muss ich an ein Gespräch denken, dass wir relativ früh gehabt haben.

00:16:50: Ich glaube im Januar dann.

00:16:52: mit Johannes B. Kerner, wo sich eine Situation ergeben hat, wo natürlich der alte Moderationshase mehr oder weniger das Zepter übernommen hat und uns diesen Podcast moderiert bzw.

00:17:03: uns viel mehr therapiert und so Ratschläge gegeben hat.

00:17:07: Und da war eben dieses Hauptthema, dass wir beide das Gefühl hatten und auch immer noch haben.

00:17:11: Ich glaube, da sind wir sehr ähnlich.

00:17:13: dass wir immer überall zu hundert Prozent da sein wollen und dass wir alles immer erleben wollen und alles mitnehmen wollen, was nie möglich ist und immer mit einem schlechten Gewissen verbunden ist.

00:17:25: Und da meinte er ja damals, Leute, wir kennen uns nicht gut, aber ich hab das Gefühl, ihr gebt euer Bestes und mehr geht nicht.

00:17:31: Das Einzige, was ihr mehr machen könnt, ist Wertschätz das, was ihr habt und vermisst nicht das, was ihr nicht habt.

00:17:36: Total ich kann mich da auch noch sehr sehr gut dran erinnern, weil ich in Nachgang auch echt versucht habe das so ein bisschen zu implementieren.

00:17:43: Ich bin ehrlich zu dir, bei mir hat das noch nicht so wirklich gut geklappt.

00:17:46: Das wird wahrscheinlich ein Prozess sein, aber das war schon... wirklich gold wert ist das was du da gerade gesagt hast dass er dann im prinzip uns therapiert hat in vielen momenten.

00:17:56: das das trifft glaube ich echt gut zu und er hat uns viele ratschläge mit seiner lebenserfahrung und mit der art und weise wir auch so aufs leben schaut mitgegeben.

00:18:03: und das ist eine der folgen die an die ich sehr gerne zurück denke.

00:18:07: aber ich würde vielleicht sogar noch ein stück er ansetzen weil die allererste folge ich weiß es noch die war ja mit günni.

00:18:13: Und alles war noch so in den Kinderschuhen und wir wussten nicht ganz genau, was uns erwartet und was auf uns zukommt.

00:18:18: Und dann kam dieses Gespräch mit Gynny und das war ja direkt so unglaublich intensiv und so einprägend.

00:18:24: Ich meine, als er uns da von seinem Arm erzählt hat, als er uns von deren Kampf das Kind zu bekommen erzählt hat.

00:18:33: Ich hab direkt im Gespräch danach und ich glaube, wir haben sofort danach gequatscht gedacht, okay, genau dafür machen wir hier diesen Podcast.

00:18:39: Und da haben wir mit Günni sofort genau den richtigen Gast gehabt.

00:18:43: Kannst du dich noch daran erinnern?

00:18:44: Ja,

00:18:45: ja, absolut.

00:18:45: Und das war, ich würde sagen, das war ja auch immer das, was uns getragen hat.

00:18:49: Also muss man ja auch keinen Hehl draus machen.

00:18:51: Dieses letzte Jahr, was hinter uns liegt, war wahnsinnig anstrengend.

00:18:54: Ich glaube, wir haben alle unterschätzt, wie schwierig das ist.

00:18:57: Mit dir in Florenz und mit uns in Deutschland, die wir überall rumreisen, um unsere Gäste zu treffen.

00:19:02: Wie viel Arbeit es ist, dann ist so ein Format A zu machen, B bekannt zu machen und so weiter.

00:19:08: Aber es waren wirklich immer die Momente mit unseren Gästinnen und Gästen, die uns gezeigt haben.

00:19:14: Boah, das ist einfach gut, das ist schön.

00:19:17: Und für mich persönlich auch ganz egoistisch.

00:19:19: Nach den Gesprächen habe ich häufig gedacht, egal wie viele Leute das hören, mir persönlich hat dieses Gespräch gerade so viel gegeben und da habe ich auch so wahnsinnig viele Gäste.

00:19:30: Überrascht, wo ich nicht erwartet hätte, was für eine Tiefe sich da ergibt.

00:19:35: Letzten Sommer waren wir in Freiburg, leider habe ich es nicht geschafft, Genie zu treffen, aber er hat mir hervorragende Restaurantstipps gegeben.

00:19:41: Insofern hat auch da das

00:19:43: Gespräch noch mal

00:19:44: langfristig gewirkt.

00:19:45: Danke, Genie an der Stelle.

00:19:47: Nein, aber gerade Gäste, die ich nicht kannte vor und auch keinen riesen Bezug hatte, haben sich wahnsinnig tolle Gespräche ergeben.

00:19:55: Auf der einen Seite, was mir da vor allem in Erinnerung geblieben ist, ist Tim Bensko.

00:20:00: Wo ich ehrlich sagen muss, ich fand ihn als Typ immer ganz cool und habe aber wirklich gar keinen Zugang zu seiner Musik gefunden.

00:20:06: Und dieses Gespräch war so... Ich glaube, das war das Gespräch, wo wir uns am allerwenigsten an unseren Leitfaden gehalten haben, weil sich einfach aus dem gemeinsamen Spaß am Nachdenken quasi einfach so schöne und tiefe Gedanken ergeben haben.

00:20:22: Das war für mich ein absolutes Highlight auf jeden Fall.

00:20:25: Ja, voll.

00:20:25: Vor allem war er so... Wie du schon sagst, ein so unglaublich nachdenklicher Mensch, der auch quasi dann sich die Zeit immer im Gespräch genommen hat, genau darüber nachzudenken, wo er jetzt hin möchte damit.

00:20:38: Und das beeindruckendste an dem Gespräch fand ich persönlich.

00:20:42: Weißt du noch, als er uns davor erzählt hat, dass es für ihn keine Alternative dazu gab, Musiker zu werden?

00:20:46: Also für ihn war das einfach glasklar und ich habe... im nachgang dann auch voll für mich mitgenommen.

00:20:51: so okay ich muss erstmal alles daran setzen das plan a funktioniert und wenn der nicht klappen sollte dann habe ich immer noch genug zeit für plan b so und das fand ich so eine tolle sicht auf die dinge weil Wir neigen ja ein bisschen dazu, immer zwar einen Plan A zu haben, aber gleichzeitig schon B, C und D vorzubereiten für den Fall, dass man scheitern sollte.

00:21:13: Und das ist sicherlich in einigen Momenten auch wichtig, aber dieses All ingehen und dieses okay, volles Commitment jetzt für meinen eigenen Traum fand ich so ja besonders und so inspirierend irgendwie.

00:21:24: Ja, was mich total geprägt hat im Nachgang.

00:21:26: Welches Gespräch, wenn du jetzt von Highlight sprichst, um direkt überzuleiten, bei mir total hängen geblieben ist.

00:21:32: war zum Beispiel auch das Gespräch mit Paula Hartmann.

00:21:34: Da hatte ich das Gefühl, da hat sich so eine Harmonie ergeben und wir haben uns die Bälle irgendwie die ganze Zeit so schön zugeworfen.

00:21:41: und ich habe irgendwie aus meinem Geschäft erzählt und Paula hat aus ihrem Geschäft erzählt und zeigt gleich hat man gemerkt, ey, das ist zwar auf der einen Seite Musik und auf der anderen Seite Fußball, aber da sind so unglaublich viele Parallelen und man konnte sich die ganze Zeit gegenseitig verstehen und Bezug nehmen.

00:21:57: Das hat noch lange nachgehalten dieses Gespräch, muss ich sagen.

00:22:01: Ja, absolut.

00:22:03: Ich finde, Paula ist so ein Mensch.

00:22:04: Ich hab Menschen in meinem Umfeld, die machen, dass ich mich anders fühle.

00:22:09: Und Paula ist so ein Mensch, wenn die im Raum ist, dann fühle ich mich automatisch entspannter.

00:22:16: Und ich hab immer das Gefühl, okay, sie versteht einen.

00:22:19: Ich kann mich geben, wie ich bin und sie checkt es und sie kann damit umgehen.

00:22:22: Ja, kann ich genauso unterschreiben.

00:22:24: Ich glaub, sie hat einfach ne ... eine sehr besondere Art und Weise, die einem Menschen einfach das Gefühl gibt, okay, es ist hier alles in Ordnung und das passt schon alles, das wird schon alles.

00:22:34: So eine ganz positive Ausstrahlung und Aura, das war selber Eindruck in dieses Gespräch, fand ich auch.

00:22:39: Ich habe ja Theologie studiert und ich habe ja auch ein paar Hochzeiten in meinem Leben gemacht.

00:22:43: und die schönste Liebeserklärung, die ich da gehört habe, da sagte der Mann zur Frau im Vorgespräch, ich mag mich wie ich bin mit dir.

00:22:54: Wow.

00:22:55: Und das finde ich so ein wunder, wunderschönes Satz und so ein wunder, wunderschönes Gefühl.

00:22:59: Ja, das ist irgendwie genailt so, ne?

00:23:02: Also wenn man das so sagen kann über seinen Partner, mit dem man so den Rest seines Lebens verbringen möchte, dann glaube ich hat man den richtigen an seiner Seite gefunden oder die Richtige in dem Fall, ne?

00:23:14: Ja.

00:23:15: Insofern hatten wir wahnsinnig viele schöne Momente, wobei man natürlich auch nicht vergessen darf, dass wir auch wahnsinnig viele... schwierige Gespräche hatten.

00:23:25: Also natürlich waren auch die schön und haben uns wahnsinnig viel gegeben.

00:23:29: Aber es gab ja auch immer wieder Gespräche, wo wir auch selber gemerkt haben, wir kommen an unsere Grenzen einfach mal eben durch so ein Gespräch zu führen, sondern das macht auch was mit uns.

00:23:39: Und ich glaube, dass eines der ersten Gespräche und eines der Letzten steht dafür ja Vorbild zuletzt eben mit coolster Wasch, wo wir glaube ich beide nicht auf dem Schirm hatten.

00:23:49: was der eigentlich alles in seinen ersten zwanzig Jahren erlebt hat, gerade vor allem voran in seiner Kindheit, in den ersten sechs Jahren.

00:23:57: Wie viel da in ihm schlummert und wie das auch rückblickend irgendwie seine gesamte Karriere erklärt hat, diesen Battle-Rap, diese Wut, die irgendwo raus musste und so weiter.

00:24:07: Also es war ein unglaublich schönes, tiefes, aber eben auch anspruchsvolles Gespräch, wo wir beide, glaube ich, schlucken mussten.

00:24:15: und ich weiß noch, Ähnlich war es mit Enno.

00:24:18: Das war, glaube ich, unser zweites Gespräch.

00:24:20: Das haben wir in Florenz aufgezeichnet.

00:24:21: Der auch mit seiner Geschichte die ersten fünf Jahre in Deutschland quasi illegal gewesen, durfte nicht zur Schule gehen, durfte nicht in den Kindergarten gehen.

00:24:29: Ich glaube, die ersten acht Jahre waren es sogar.

00:24:31: In der dritten Klasse wurde er dann offiziell eingeschult.

00:24:34: Das waren so Momente, wo ich für mich gemerkt habe, boah, krass, was ich für ein gutes Leben immer hatte.

00:24:41: Ja, bei Enno war halt so und das hatten wir ja bei den Nachgangenen auch einfach dieses Gefühl, was so geblieben ist, dieses okay, wow, also man nimmt das hier so alles als normal und selbstverständlich in wie man aufgewachsen ist und alles war okay, man geht in Kindergarten und geht in die Schule und dann kriegt man so eine heftige Story von Enno mit und denkt sich, wir sind so unglaublich privilegiert und da gibt es noch so viel anderes da draußen, was wir gar nicht auf dem Schirm haben.

00:25:07: Das war echt total beeindruckt.

00:25:09: Ich muss mich in dem Kontext auch an die Folge mit Betty Taube erinnern.

00:25:12: Wo du mich im Nachgang gefragt hast, ey Robin, war eigentlich alles in Ordnung.

00:25:17: Du warst so lange still und hast irgendwie nix gesagt.

00:25:19: Und das lag gar nicht daran, dass ich, ja ich weiß nicht, kein Take oder so hatte, sondern das lag vor allem daran, dass ich komplett sprachlos war.

00:25:27: Ich weiß noch, wie ich da saß und lange Zeit einfach nur darüber nachgedacht hab.

00:25:32: Was das für heftige Sätze sind, die Betty da gerade gesagt hat, als sie auch über ihre Vergangenheit, ihre Kindheit gesprochen hat.

00:25:38: Sie hat jetzt auch ein Buch darüber rausgebracht und hat sich da komplett geöffnet.

00:25:42: Und dieses Gespräch, das war so unglaublich intensiv, weil das auch so unfassbar weit weg war von meinen eigenen Erfahrungen in der Kindheit, dass ich da wirklich einfach saß und... Nichts sagen konnte es kam nichts raus und da war ich dir sehr dankbar, dass du dann irgendwie noch dafür gesorgt hast, dass das Gespräch am Leben geblieben ist, weil ich war echt perplex und bin an meine Grenzen gekommen.

00:26:02: Ja,

00:26:03: absolut, weil man reflektiert sich doppelt.

00:26:06: Wie bin ich gerade als Vater?

00:26:10: Es ging ja eben ganz viel auch darum, wie sich die Mutter verhalten hat.

00:26:14: Aber tatsächlich gut, dass du es ansprichst.

00:26:15: Ganz liebe Grüße von Betty.

00:26:16: Die habe ich gestern erst getroffen.

00:26:18: Ich war ja gerade mit der NFL unterwegs für eine neue Audio-Dokumentation.

00:26:22: Ganz liebe Grüße.

00:26:24: Ja, die nehmen wir doch mit und senden die gleich wohl wieder raus.

00:26:27: Ich weiß nicht, nach Berlin wahrscheinlich, ne?

00:26:29: Genau,

00:26:30: nach Berlin beziehungsweise nach Potsdam.

00:26:31: Ihr Buch übrigens, das jetzt gerade rausgekommen ist, das heißt, sag die blauen Flecken, komm vom Spielen.

00:26:36: Ja, und ich glaube, der Titel sagt schon alles.

00:26:38: Als Rabea und ich das Cover gesehen haben, hatten wir sofort Gänsehaut.

00:26:41: Also was ist das für ein unglaubliches Cover?

00:26:43: Also was ist das für ein Satz oder für ein Spruch unfassbar?

00:26:48: Was natürlich immer bei uns... Ein ganz, ganz wichtiger Punkt war, auch als wir diesen Podcast geplant haben, war, dass wir gesagt haben, wir wollen keine Menschen entblößen und wir wollen nicht unnötig für Schlagzeilen sorgen und wir wollen dementsprechend auch nur mit Menschen sprechen, die ihre Krisen bereits überwunden haben.

00:27:12: die darauf zurückblicken können.

00:27:14: Da gab es immer mal wieder auch Zuschriften von unseren Hörerinnen.

00:27:17: Vielen Dank dafür an der Stelle, warum wir denn nicht mal mit Menschen sprechen, die gerade mitten in einer Krise sind.

00:27:24: Genau das ist der Grund, weil man einfach in einer Krise selbst nicht so reflektieren kann, wie man es im Nachgang kann.

00:27:30: Aber ich glaube, die Folge, die da natürlich am nächsten Rand kam, war die mit Lina Magull.

00:27:36: die bei uns im Podcast über ihrer zu dem Zeitpunkt ein Jahr zurückliegende schwere Depression gesprochen hat.

00:27:43: Und das war für mich spannend, weil einerseits das Gespräch selber hatte ganz, ganz schwere Phasen und tiefe Traurigkeit.

00:27:51: Und wir mussten auch einmal kurz unterbrechen, weil Lina mit den Tränen kämpfen musste.

00:27:55: Aber da hatte ich zum Beispiel mehr Distanz zu dem, was sie erzählt hat als bei Betty, weil ich mich selber nicht so ... nicht so relating konnte mit dem mit dem was sie erzählt hat sondern ich konnte das von mir ein bisschen besser weghalten.

00:28:09: gleichzeitig sind wir da aber natürlich auch im nachgang dann zum ersten mal in eine situation gekommen wo es wirklich richtig richtig schlagzeilen gab und wo auch ein paar schlagzeilen dabei waren die wir so nicht lesen wollten und wo wir dann auch noch mal bei dem ein oder anderen zeitungshaus angerufen haben und gesagt haben leute könnt ihr das bitte noch mal ändern?

00:28:29: und die vernünftigen hams getan die nicht so vernünftigen nicht.

00:28:33: Da haben wir tatsächlich nie so richtig rüber gesprochen, weil ich hatte da vor allen Dingen mit unserem Producer Julian Kontakt, wie das für dich damals war, weil natürlich auch du das mit diesen Schlagzeilen kennst und ich, ich für mich hatte damit unter, auch mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen.

00:28:46: Oh Gott, haben wir da jetzt scheißiger Baut bei Lina.

00:28:48: Ja, voll.

00:28:48: Und ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich dann, als ich dann die Schlagzeilen gesehen habe, Lina angerufen habe und erst mal mich dafür entschuldigt habe, weil... Fakt ist natürlich, du bringst den Podcast raus, dann gibt es gewisse Medien, die natürlich alles aus dem Kontext reißen, um halt eben wieder Clickbaiting zu betreiben.

00:29:06: Und das kennt Lina aus ihrem Business, das kenne ich natürlich auch aus dem Fußball, dass Sachen missbraucht werden, bewusst missbraucht werden, um einfach Reichweite zu generieren.

00:29:16: Aber ich hatte genau dasselbe wie du, nämlich ein total schlechtes Gewissen.

00:29:20: Zum Glück ist Lina damit sehr tapfer umgegangen und ... Ja, war einfach, glaube ich, und deswegen war es sehr wichtig, dass wir erst einen Jahr nach ihrer Depression damit mit ihr gesprochen haben, weil dann alles schon ein Stück weit verheilt war und sie einfach ultra positiv wieder war.

00:29:35: Hätten wir das jetzt quasi, und da komme ich dann wieder auch zurück auf das, was du gerade gesagt hast, in dieser Krise mit ihr besprochen und wären dann die Schlagzeilen entstanden, wäre sie, glaube ich, noch nicht so stabil gewesen, dass sie das einfach so verpackt.

00:29:46: Und von daher, ja, es war einer dieser Folgen, die lange nachgehalten hat, weil ... Ja, auch dass so eine Folge war, genau so eine Folge war, weswegen wir damals diesen Podcast gemacht haben.

00:29:58: Also, man hat ja auch unglaublich viele Learnings mitgenommen.

00:30:01: Und Depression ist ja leider Gottes eine Krankheit, die immer mehr Menschen betrifft.

00:30:06: Ich glaube, da konnten einige Menschen was mitnehmen.

00:30:08: Und das hat man ja auch anhand der Zuschriften, die Lina bekommen hat, aber die auch wir bekommen haben, gemerkt.

00:30:14: Ja, total.

00:30:15: Und damit können wir ja vielleicht auch mal auf das gucken, was uns das Format über uns ... selbst und über unsere Gäste hinweg gegeben hat, nämlich eure Rückmeldung am Ende.

00:30:27: Also ja, bei Lina war es natürlich so, es gab diese Schlagzeilen, aber auf der anderen Seite nicht nur aus ihrem ehemaligen Nationalteam und von ihren ehemaligen Mitspielern bei den Bayern.

00:30:38: Unglaublich viele warme Rückmeldungen, sondern das war für uns in dieser heißen Phase.

00:30:45: Ende März, glaube ich, haben wir angefangen, auszustrahlen.

00:30:48: Auch das war wieder eine Phase, die unfassbar stressig war auf so, so vielen Ebenen.

00:30:52: Für dich natürlich auch noch mal mehr, weil ich glaube, ihr wart da noch im internationalen Geschäft, weil du alle drei Tage gespielt hast.

00:30:58: Und wir waren alle komplett am Limit.

00:31:00: Und dieses Gefühl, was danach dann entstanden ist durch die Zuschriften, die wir bekommen haben, wie viele Menschen sich bei Eudens gemeldet haben, was wir denen geben können, das hat so viel Bestätigung.

00:31:12: in alles geparkt, was wir bis dann gemacht haben.

00:31:16: Total.

00:31:16: Und ich glaube, das war ja auch immer der Grund, warum wir dieses Projekt angefangen haben, weil wir der festen Überzeugung sind und auch von Anfang an gewesen sind, dass wir Menschen damit helfen können und dass, wenn Vorbilder und bekannte Menschen sich öffnen, dass es dann auch Leute, die nicht so eine Reichweite und eine Visibilität haben, sich in ihrem Umkreis öffnen und dass das dann so aufgeht.

00:31:40: Das ist einfach ein wunderschönes Gefühl und es hat mir sehr oft Gänsehaut bereitet, weil man weiß ja nicht, wie so ein Projekt dann angenommen wird und wie es dann in der praktischen Umsetzung funktioniert, aber als direkte Zuschriften zu den Folgen und zu den Personen dann reingeflattert sind und man so das Gefühl bekommen hat, okay, das, was wir hier machen, das ist genau richtig und das fühlt sich so gut an.

00:32:01: Das hat mir irgendwie die Welt bedeutet, ich weiß nicht, wie es bei dir war.

00:32:04: Ja, vor allen Dingen und es hat mir auch in gewisser Weise ... Angst ist ein zu großes Wort, aber eine Sorge genommen, ob wir eigentlich Größen waren im Sinne sind mit dem, was wir vorhaben.

00:32:14: Nicht im Sinne, weil wir jetzt ein Riesenformat machen wollen, sondern weil du einem voran Fußballprofi bist, der Psychologie studiert hat und weil ich einem voran Schriftsteller Moderator bin, der Theologie studiert hat, aber wir ja beide keine Therapeuten oder irgendwas sind.

00:32:28: Ich meine, wir wollten auch nie Menschen mit unserem Format therapieren.

00:32:31: Das war uns von Anfang an sehr, sehr klar.

00:32:33: Aber natürlich... war zumindest bei mir auch die Sorge, ob uns das die Leute nicht um die Ohren hauen und sagen, hey Leute, was macht ihr da eigentlich?

00:32:41: Wieso maßt ihr euch an über solche Themen zu sprechen?

00:32:46: Ja, total.

00:32:47: Diese Sorge ist sicherlich mitgeschwungen, um so schöner dann das Outkommen und diese Positivität zu den Folgen und zu den Gästen, die wir hatten.

00:32:55: Ich glaube, da können wir einfach auch uns mal, darf man ja auch mal, einfach mal auf die Schulter klopfen und auch mal total happy damit sein, was wir da erreicht haben.

00:33:03: Und so ein großes Ziel von mir, und das ist natürlich ein ganz übergeordnetes Ziel und ein sehr großes Ziel, war ja immer, ich möchte es irgendwie schaffen oder... hinkriegen dass so mentale gesundheit beziehungsweise mentale probleme kein tabu thema mehr sind sondern normalität werden.

00:33:23: also das über jemand aus der öffentlichkeit der sagt ich habe eine depression genauso berichtet wird wie über jemanden der sich ein muskifaseres zugezogen hat weil nur wenn wir das irgendwie sozusagen gleichstellen kriegen wir auch eine normalität rein.

00:33:37: und der Fakt, dass wir halt eben so positive Zuschriften bekommen, bestärkt mich irgendwie in diesem Gefühl, dass wir da doch auf einem sehr, sehr guten Weg sind als Gesellschaft.

00:33:46: Wir haben natürlich noch nicht alles dafür geleistet und sind noch nicht übern Berg, aber wir sind, glaube ich, zumindestens auf dem richtigen Weg.

00:33:53: Und wenn unser kleiner Podcast und unser Format da so ein ganz kleines Teilchen dazu beitragen könnte, dann hätten wir doch unglaublich viel geleistet, finde ich.

00:34:01: Du,

00:34:02: und ganz ehrlich, zumindest bei mir, hat es gewirkt.

00:34:04: Also das muss ich wirklich sagen, dass ich bei ganz, ganz vielen... Wo ich vor Mikro gesagt hab, wir müssen uns öffnen.

00:34:10: Das ist wichtig, über die Probleme zu sprechen.

00:34:12: Hab ich immer wieder bei mir gemerkt, in Situationen, wo es mir scheiße ging.

00:34:17: Nils, jetzt müsstest du auch mal.

00:34:19: Das auch ansprechen.

00:34:21: Es ist schon leicht, den Rat anderen zu geben, als ihn selber auszuführen.

00:34:26: Ich glaube, ein Punkt, du hast es eben gesagt, mit dem auf die Schulter klopfen, das ist was, was uns beide verbindet.

00:34:33: Und was wahrscheinlich auch gerade bei dem Podcast nicht immer gesund war.

00:34:37: Wir hätten ruhig häufiger uns, glaube ich, mal auf die Schulter klopfen können und sagen können, hey, das ist voll gut, was wir gerade machen und hätten auch mal außerhalb des Arbeitskontext einfach sagen können, Leute, es ist geil, was wir hier machen.

00:34:45: Lass mal irgendwie nochmal so schnacken und Zeit verbringen und so weiter.

00:34:49: Wir waren alle drei, glaube ich, immer wieder auch getrieben davon, das Format noch größer, noch besser zu machen.

00:34:56: Und ich glaube... Das hat dazu geführt, dass wir eben auch einen Format entworfen haben, auf das wir stolz sein können.

00:35:02: Aber es hat auch dazu geführt, dass wir nicht immer die Momente gefunden haben, um uns zu dritt, gemeinsam mit unserem Producer Julian eben auch zu feiern und zu genießen, dass wir so einen Beitrag leisten können.

00:35:14: Voll.

00:35:16: Das ist sicherlich so ein bisschen auf der Strecke geblieben, weil man eher auch immer so ein bisschen dadurch getrieben war.

00:35:21: Ey, wir kriegen ja so viele Zuschriften und wir sind uns sicher, dass das ... so wichtig ist und so gut ist, es wäre doch so hilfreich und so toll, wenn das noch mehr Menschen hören können und wenn wir noch mehr Menschen erreichen würden.

00:35:34: Und ich glaube, darunter hat dann so ein bisschen gelitten, dass wir ja einfach trotzdem schon so unfassbar viel tun und machen.

00:35:43: Total.

00:35:44: Und insofern finde ich es total gut und wichtig, dass wir jetzt diese Folge auch nochmal machen und wirklich diesen Rückblick nach einem Jahr.

00:35:51: uns beiden gönnen, uns drei gönnen.

00:35:54: Wir können an dieser Stelle auch noch mal sagen, wir freuen uns über jede Zuschrift.

00:35:57: Natürlich, ihr habt es gerade gehört, es ist so schön mitzubekommen, wenn euch das Format gefällt, aber gleichzeitig ist es natürlich auch total wichtig, immer wieder von euch zu hören, was ihr gerne mehr hören würdet, was ihr euch wünschen würdet, wo ihr vielleicht auch kritische Punkte oder so bei uns gesehen habt.

00:36:13: Insofern hört damit bitte, bitte nicht auf.

00:36:15: Wir müssen aber auch ein Thema ansprechen was auch ein mitgrund ist für diese folge.

00:36:21: wir haben schon gesagt es war wirklich ein ja was uns unglaublich viel gegeben hat aber auch ein ja was unglaublich viel gefordert hat und ich glaube was immer ein entscheidender punkt war.

00:36:30: wir haben das alles immer als hobby gemacht.

00:36:33: wir haben zwar dann jetzt in den letzten folgen und monaten auch immer wieder werbung geschaltet aber ich glaube das können wir hier auch so offen sagen.

00:36:39: diese werbung war allen voran dafür dass wir die menschen finanzieren konnten die hinter den Kulissen an diesem Projekt mitgearbeitet haben.

00:36:48: Das heißt, die Leute, die das geschnitten haben, Robin Richter, Daniel Sprügel und Simon Wimmela von Maniac Studios, die uns immer wieder beraten zur Seite stehen, auch bei Social Media Themen.

00:36:58: Unsere Fotografin und Fotografen in den verschiedenen Folgen, die Studios.

00:37:02: Und wir haben das alles immer als Hobby gemacht und es hat aber einen Rahmen eingenommen.

00:37:08: der bei mir zumindest wie eine halbe Stelle war.

00:37:11: Also ich habe wirklich die Hälfte des Monats habe ich nur für wie geht es gearbeitet und das habe ich wahnsinnig gerne gemacht.

00:37:16: Das war wahnsinnig schön und ich glaube, wir alle sind in der privilegierten Lage, dass wir uns das leisten konnten, so viel Zeit zu investieren, ohne dafür einen finanziellen Gewinn zu bekommen.

00:37:30: Allerdings ist bei mir aktuell die Situation, die Zeit-Situation, ich habe es auch angesprochen mit meiner Oma, der es auch gerade nicht so gut geht.

00:37:37: Und tatsächlich ist dieses sich aktuell nochmal neu ordnen und was ist eigentlich gerade wichtig, hat wieder eine große Relevanz gewonnen.

00:37:44: und dementsprechend, wir haben jetzt einen Monat lang immer wieder diskutiert hinter den Kulissen, werden wir es jetzt erstmal so machen, dass ich mindestens bis Ende des Jahres auf jeden Fall für die nächsten Folgen mich aus Wie geht's zurückziehen werde, mir das Ganze aus der Ferne anschauen werde, anhören werde.

00:38:01: Ich ist zeitlich gerade nicht, nicht schaffe dieses Projekt, was ich... was ich sehr, sehr liebe und was mir wahnsinnig viel gegeben hat, über die nächsten Monate fortzuführen.

00:38:11: Und wovon du natürlich auch immer weiterhin teilbleiben wir es.

00:38:14: Wir haben das Baby hier zusammen großgezogen und haben das zu dem hier gemacht, was es heute ist.

00:38:18: Und wie wir gerade schon gesagt haben, kannst du, kann ich, kann auch Julian unglaublich stolz darauf sein, was wir hier erreicht haben.

00:38:26: Das nimmt uns glaube ich keiner mehr.

00:38:28: Ich glaube im Gegenteil sollte man großen Respekt davor dann auch haben, dass du dann diese Entscheidung jetzt so trifst.

00:38:34: Wir haben gerade... im Gespräch schon sehr viel über diesen Struggle gesprochen, dass man immer irgendwie versucht, es allen recht zu machen und überall da zu sein.

00:38:41: Das geht nicht immer.

00:38:43: Und von daher, ja, Nils, was soll ich dir sagen?

00:38:46: Es ist unfassbar schade auf der einen Seite, auf der anderen Seite weiß ich auch, dass es jetzt hier kein Abschied oder so ist.

00:38:51: Und das Ding geht natürlich ganz normal hier weiter.

00:38:54: Und wenn es am Jahresende... dann so ist, dass dein Zeitmanagement wieder alles zulässt und wie ein neues Jahr wieder mit neuer Energie starten, dann ist das auch so.

00:39:02: Aber erst mal bleibt dieses Projekt natürlich hier am Start und wir machen hier weiter, weil wir, glaube ich, uns sehr, sehr doll einig sind, dass wir hier ganz, ganz tolle Arbeit leisten.

00:39:12: Absolut.

00:39:12: Und ich gehe jetzt in die Kommentarspalte über und schreibe, was läuft und was nicht.

00:39:16: Gut, bitte positiv und negativ.

00:39:19: Also beides, bitte.

00:39:20: Wir sind auf beides angewiesen.

00:39:22: Noch mal vielen vielen Dank an euch alle da draußen, die diesen Podcast immer wieder gehört hat.

00:39:27: Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.

00:39:29: Die Gespräche haben mir wahnsinnig viel gegeben.

00:39:32: Eure Rückmeldungen haben mir wahnsinnig viel gegeben und das war für mich das größte.

00:39:37: Was will man mehr?

00:39:38: Wirklich.

00:39:39: Das muss man ganz klar so aussprechen.

00:39:40: Absolut.

00:39:42: Enise, ich danke dir, dass wir ja das hier nochmal so Revue passieren lassen haben.

00:39:46: Ich merke es gerade schon, das hat auch wieder so eine therapeutische Wirkung auf mich.

00:39:51: Und ich hab grad echt so'n... Jetzt kann ich auch einfach mal so offen aussprechen.

00:39:54: Ich hab grad echt so'n Gefühl von... Ich bin richtig stolz gerade auf mich, auf uns und auf das, was wir hier auf die Beine gestellt haben.

00:40:00: Das Gefühl nehmen wir somit, wenn wir jetzt gleich ins Bettchen gehen.

00:40:04: So ist das nämlich.

00:40:05: Liebe Grüße ins kalte

00:40:06: Deutschland.

00:40:08: Danke dir.

00:40:09: Mach's gut bis bald.

00:40:10: Schicken wir ein paar Lauberblätter.

00:40:12: Das mach ich.

00:40:12: Absolut.

00:40:13: Per Express.

00:40:14: Mach's gut.

00:40:20: Ton und Schnitt, Robin Richter.

00:40:22: Sounddesign, Robin Richter und Jonas

00:40:25: Hafke.

00:40:26: Produktion und Management, Julian Brugmann.

00:40:30: Redaktion, Nils Stratmann und Robin Gosens.

00:40:33: Wie geht's, erscheint alle zwei Wochen.

00:40:36: Überall, wo es Podcasts gibt.

00:40:38: Bis zum nächsten Mal.

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